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Hula, Horror und Hawaii - Episode 4

Meine kleine Schwester wollte unbedingt bei mir bleiben, als ich ins Behandlungszimmer gerufen wurde. Als ich auf der Liege Platz nahm, sagte ich ihr, sie solle noch meine andere Schwester dazuholen, da ich wusste, dass sie die selbe schöne Aussicht wie ich genießen wollte. Der Arzt sah sich meinen Fuß an und stellte direkt fest, dass ein dickes Stück Dorn in meiner Ferse stecken geblieben war. Da eine Spritze in die Unterseite des Fußes wohl noch viel schmerzhafter gewesen wäre, betäubte er die betroffene Stelle zunächst mit etwas Eisspray. Dann nahm er ein kleines, skalpellartiges Besteck in die Hand und legte los. Er wollte zunächst die Haut ein wenig aufschneiden, um dann den Dorn mit einer Pinzette herauszuziehen. Als das Messer in meinen Fuß schnitt, durchfuhr mich ein unglaublicher Schmerz. Ich piepste auf und der Doktor fragte, ob alles in Ordnung sei. Tapfer nickte ich und biss in den Ärmel meiner Schwester, damit ich nicht vor Schmerz aufschreien konnte. Doch irgendwann tat mir der Kiefer weh und als die Mini Operation schon eine ganze Weile vor sich ging, schlug ich meinen Schwestern vor etwas mit mir zu singen, um mich abzulenken. Ich legte einfach los und das erste, was mir in den Kopf schoss war... "Jingle Bells". Ja richtig gehört. Ich lag in einer Arztpraxis eines verdammt gut aussehenden Doktors auf Maui und sang lauthals Jingle Bells. Gespickt von ein paar kleineren Aufschreien, wenn der liebe Herr Doktor einen Nerv traf. Denn dann zuckte mein Bein jedes mal unwillkürlich und schließlich musste mich mein Gastvater an meinem Knöchel festhalten, damit ich dem armen Mann nicht ins Gesicht trat. Nach eier gefühlten halben Stunde war der Dorn dann endlich raus, das Blut wurde abgeputzt, ich bekam ein Pflaster und meine Schwestern halfen mir aus der Praxis zu humpeln. In 10 minütigen Abständen zuckte mein ganzes Bein selbst im Auto noch und auch als ich im Hotel, total erschöpft ins Bett fiel, konnte ich es nicht unter Kontrolle bringen. Das ganze Bett zitterte unter meinem Schmerzgezappele. Doch alles was meine Schwester fragte war: "Och nee Fabii, wirst du das jetzt die ganze Nacht machen?" ... 


13.7.11 22:54


Hula, Horror und Hawaii - Episode 3

Ich versuchte aufzutreten, doch ich zuckte zusammen als meine Hacke den Boden berührte.
Lange Rede, kurzer Sinn. Die Poolaufsicht sah sich meinen Fuß an und meinte, der dunkle kleine Punkt sei nur etwas Blut, dass noch in der Wunde sei. Mein Gefühl sagte mir zwar etwas anderes, doch da wir nichts aus meiner Ferse herauspressen konnten, dachte ich mir nichts weiter. Als es jedoch gegen Abend schlimmer wurde und ich beim Abendessen sogar im sitzen den Schuh ausziehen musste, weil der stechende Schmerz mittlerweile bleibend geworden war, beschlossen wir, dass ich vielleicht doch einen Arzt sehen sollte.
Zehn Minuten vor Feierabend erreichten wir die kleine Praxis (-meine Schwester machte sogar ein Foto, als Andenken-), doch der Arzt hatte sich schon aus dem Staub gemacht. Na super, das konnte ja auch wieder nur mir passieren. Die Sprechstundenhilfe rief ihn jedoch auf seinem Handy an und da er noch nicht den Parkplatz verlassen hatte, macht er sich wieder auf den Weg zurück. Betrübt ließen wir uns auf den Stühlen im Vorraum nieder während eine ganze Menge Papierkram ausgefüllt wird. Dann öffnete sich die Tür und vier weibliche Augenpaare werfen sich vielsagende Blicke zu. Ein verwirrtes, männliches Augenpaar sieht sich stutzend um. Dann. Gelächter. Ein junger, gebräunter Mann mitte 30 in Shorts und Flip Flops hatte die Praxis betreten. Ich fragte mich, was er denn wohl hier wollte, denn krank sah er nicht grade aus. Erst als er die Frau hinterm Tresen grüßte und ins Behandlungszimmer verschwand machte es Klick in meinem Kopf...


15.5.11 07:15


Zeitlos

Vor ein paar Tagen habe ich eine gute Unterhaltung mit einem lieben Freund geführt. Über Gott und die Welt. Und das Leben. Und dieser liebe Freund hat eine äußerst witzige Bemerkung gemacht, als ich ihm von meinen tausenden Plänen erzählte.

"Bei so Menschen wie dir frag ich mich immer, ob eure Zeit langsamer läuft oder, ob eure Tage einfach 48 Stunden haben."

Doch so witzig wie es in dem Moment war, hat es mich im nachhinein doch zum Nachdenken gebracht. Wäre das nicht super, wenn alles um mich herum im Normaltempo geschehen würde, doch alles, was ich tue, würde viel langsamer vorbeigehen? Oder wie genial wäre es, wenn einmal am Tag die Zeit stehen bleiben würde, und ich extra 24 Stunden hätte, die ich verbringen könnte wie ich wollte? Ein Nickerchen halten, um den verlorenen Schlaf von letzter Nacht aufzuholen. Hausaufgaben erledigen, die ich nicht gemacht hatte, weil ich lieber mit Freunden rumhängen wollte. Ein neues Instrument lernen. Meine Allgemeinbildung erweitern, um später in einer Quiz Show mal ordentlich Geld zu verdienen. Neue Rezepte lernen. Oder einfach nur in der Sonne liegen.

Ja, das wäre doch super. Aber seien wir mal ehrlich. Für die wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben, findet sich auch in meinen 24 Stunden Tagen genug Zeit...

5.5.11 01:01


Hula, Horror und Hawaii - Episode 2

Ich wachte auf und verfluchte den ungemütlichen Flug. Ich fühlte mich ausgespuckt und träge. Doch als ich mich aus dem Bett quälte und auf dem Balkon stand, der angenehm warme Wind mir durch die Haare wehte und die ersten Sonnenstrahlen meine Haut kitzelten, fühlte ich mich besser. Doch irgendwie war es irreal. Unter mir der Pool, vor mir das Meer und darüber ein strahlend blauer Himmel. Es gab es also doch, das Paradies. Ich ging wieder hinein um mir Eier und Speck zu brutzeln und nachdem alle aufgestanden waren, schlüpfte ich in Shorts und ein T-Shirt. Ja, richtig gehört. Kein Schal, keine Stiefel, keine Regenjacke. Und auf dem Weg zum Strand musste ich sogar mein T-Shirt ausziehen, weil die Hitze nur im Bikini Oberteil zu ertragen war. Wir liefen auf einem kleinen Trampelpfad zu einer hübschen Plätzchen. Tropische Bäume wuchsen mitten aus dem Sand des schmalen Strandstreifens. Wir waren schon vor scharfen Korallen, Steinchen und spitzen Gegenständen gewarnt worden, deswegen schlüpften wir alle in unsere Wasserschuhe. Das Wasser war kühl, doch angenehm, da die Sonne mittlerweile noch heißer schien.
Als wir uns auf den Weg zurück zum Hotel machten, liefen wir den Strand entlang, doch ich wollte es voll genießen und den Sand zwischen meinen Zehen spüren, deshalb zog ich meine Wasserschuhe aus und hüpfte über die brechenden Wellen. Am Hotel angekommen lief ich mit meiner Schwester zu der kleinen Dusche, denn wir wollten in den Pool und mussten daher den Sand von unseren Füßen waschen. Meine Schwester drückte den Knopf der den auf Kniehöhe angebrachten Duschkopf startete. Ich bekam ein paar eiskalte Spritzer ab und machte automatisch einen Schritt zurück. Ein stechender Schmerz in meiner rechten Ferse ließ mich aufschreien und ich verlagerte mein ganzes Gewicht wieder auf mein linkes Bein. Meine Schwester sah mich erschrocken an als ich meinen Fuß anhieb und versuchte den Zweig aus meiner Haut zu ziehen. Erst beim zweiten Versuch gelang es mir das Biest mit einem festen Ruck herauszureißen und ich schleuderte es automatisch von mir wie ein giftiges Insekt. Dann hielt ich meinen Fuß unter das kalte Wasser und sah wie ein wenig Blut mit in den Abfluss gespühlt wurde.


23.4.11 06:27


Hula, Horror und Hawaii - Episode 1

Der Winter war lang und kalt. Ich hatte schon ganz vergssen, dass Luft nicht immer grausig kalt sein muss, sondern auch warm und süßlich sein kann. So warm und süßlich wie die Luft, die mir um die Nase wehte, als ich auf Maui aus dem klimatisierten Flughafengebäude trat. Ich blinzelte in die Sonne und spürte gleich, wie mein Körper gierig das Vitamin D in sich aufsaugte. Der Flug war lang und unbequem gewesen; meine Schwestern und ich hatten sich auf drei Sitzen ineinander verknoten und gestapelt, um wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen. Ich streckte mich und lauschte in die flirrende Mittagshitze. Ich hörte unbekannte Vogelstimmen, einen seichten Wind, der in den Palmen raschelte, und ... Was war das denn? "Nein, wir müssen geradeaus gehen. Immer geradeaus." , hörte ich eine Stimme rufen. Ich drehte mich um und sah einen älteren Mann, in Hawaiihemd, Shorts, Sandalen, Sonnenhut und Sonnenbrille mit Umhängebändchen. Er sah ja fast deutsch aus, raste es mir durch den Kopf. Dann stellte ich wie vom Blitz getroffen fest, dass er gerade in deutsch geredet hatte. Was sollte das denn bitteschön? Ich lebte ein ganzes Jahr in einem fremden Land, machte dann Ferien auf Maui und das erste, was ich dort sah, war ein altes deutsches Ehepaar? Das war ja wohl bitte ein Witz... Doch als wir Muschelketten um den Hals gehängt bekommen hatten und unseren Mietwagen in Beschlag genommen hatten, sah die Welt schon gleich viel besser aus. Wir fuhren zum nächsten Supermarkt, um Blumenketten und Lebensmittel einzukaufen und aßen Mittag. Das ungenießbare Flugzeugessen hatten wir nämlich alle kaum angerührt. Am Hotel angekommen gab es ein Problem mit unserem Zimmer. Natürlich. Ich erkundete mit meinen Schwestern den Strand und die Hotelanlage, dann dösten wir in der Sonne, bis wir endlich auf unser Zimmer konnten. Den Rest des Tages gab es keine erwähnenswerten Vorfälle mehr; wir fielen am abend alle total erschöpft in unsere Betten und in einen tiefen Schlaf. 
12.4.11 18:21


Für alle Frauen

Jede Frau, die schon einmal eine öffentliche Toilette benutzt hat, hat sich diese Frage schon mindestens einmal gestellt. Warum ist die Schlange in der Damen-Toilette immer doppelt so lang, als bei den Männern?
Nun könnte man meinen, dass Frauen einfach länger brauchen und die Wartezeit dadurch zunimmt. Klingt logisch oder? Naja, es weiß aber auch jeder, dass Frauen immer zu zweit zur Toilette gehen! Das macht dann schon doppelt so viele Frauen in der Schlange. Hinzu kommt noch, dass Frauen aus diversen Gründen eine öffentliche Toilette aufsuchen. Zum quatschen, nachschminken oder sich im Spiegel Mut zusprechen.
Wenn ihr also das nächste Mal in eine überfüllte Damentoilette hereinstolpert, schiebt keine Panik. Halbiert die Anzahl der Frauen ( eine Hälfte kam nur aus Solidarität mit) und subtrahiert noch einmal 2-3. Dann habt ihr die eigentliche Anzahl der Frauen, die Schlange stehen. Da sieht die Welt doch schon ganz anders aus, oder Mädels?


9.4.11 21:23


Vermissen und vermisst werden

Wenn uns jemand sagt "Hey Du, ich vermisse dich!", dann macht es uns glücklich. Doch ich kenne kaum jemanden, der glücklich darüber ist seinerseits jemanden schrecklich zu vermissen. Es ist halt einfach kein schönes Gefühl, wenn man jemanden sehen möchte, aber er nicht da ist.
In den letzten Monaten wurde ich viel mit dem Thema Vermissen und vermisst werden konfrontiert. Und ich habe gelernt anders damit umzugehen, als die meisten anderen Menschen, Denn wenn ich merke, dass ich jemanden ehrlich und aufrichtig vermisse, dann macht es mich glücklich. Mindestens genauso glücklich, wie wenn mir jemand sagt, dass er mich vermisst. Und das hat zwei simple Gründe.

1. Wenn ich merke, dass ich jemanden vermisse, dann heißt es doch eigentlich nur, dass dieser jemand mir schrecklich viel bedeutet. Was mich widerum glücklich macht, denn jeder braucht im Leben Menschen, die uns wichtig sind und es tut gut zu wissen, wenn man so jemanden gefunden hat.

2. Wenn mir jemand sagt, er vermisst mich, dann macht mich das glücklich, Daraus folgt; wenn ICH jemandem sage, ich vermisse ihn, macht IHN das glücklich! Was mich glücklich macht, da ich glücklich bin, wenn ich jemanden glücklich machen kann. (Klar soweit? Also weiter...)

Jemanden zu vermissen sollte uns daher nicht traurig, sondern glücklich machen. Es hört sich vielleicht leichter an als es sein mag, aber wenn man mal darüber nachdenkt, macht es schon ganz schön viel Sinn. Und ich behaupte mit dieser Einstellung macht man sich das Leben um einiges einfacher. Deswegen möchte ich jeden ermutigen es einfach mal auszuprobieren wenn ihr das nächste mal jemanden schrecklich doll vermisst...


24.3.11 04:47


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